Endlich Urlaub! Man nimmt eine beschwerliche Reise auf sich, um die Seele baumeln zu lassen. Die Vorfreude ist meist riesig - genauso wie das Entsetzen, wenn man Abzockern auf den Leim gegangen ist und nach der Ankunft im Ferienparadies bemerkt, dass es das gemietete Traumdomizil überhaupt nicht gibt!
Der Trick ist einfach: Man nimmt das Foto eines traumhaft schönen Ferienhauses, das einem nicht gehört, stellt es auf eine seriös anmutende Homepage und vermietet das Haus unter falschem Namen. Das Konto, auf das der Urlauber die Miete überweisen soll, liegt bei einer Bank im Ausland, die Homepage enthält keine genauen Angaben zu den "Vermietern" - optimale Bedingungen, um nach geleisteter Anzahlung unterzutauchen. Wie Sie sich vor solchen Abzockern schützen können, hat ZDFonline für Sie herausgefunden.
Der Verband Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA) schätzt den Schaden der Urlauber durch die oben beschriebe Masche im vergangenen Jahr auf 45.000 bis 50.000 Euro. Den Hauptgrund - warum Menschen auf diese Angebote hereinfallen - sieht Christina Olboeter-Zorn, Präsidentin des VDFA, darin, dass den Menschen beim Anblick eines Urlaubs-Schnäppchens oft "der Kopf in den Geldbeutel" rutsche - sie würden unvorsichtig.
Die Seriosität einer Internetseite ist an einfachen Dingen festzumachen. Nur eine Email-Adresse als Kontakt reicht keinesfalls aus. Im Impressum sollten unbedingt Name, Adresse, Festnetz-Telefonnummer und zusätzlich noch die Steuernummer zu finden sein. Bei der Bezahlung muss darauf geachtet werden, dass das Konto auf den Namen des Anbieters läuft und sich im selben Land befindet wie der Anbieter. Lassen Sie sich, wenn Sie skeptisch werden, nicht von den Drohungen des Anbieters einschüchtern!
Um sicher zu gehen, dass man nicht an den falschen Anbieter gerät, sollte man sich außerdem in Internet-Foren informieren. Bestimmt gibt es schon Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Urlaubern. Der sicherste Weg ins Feriendomizil ist, bei einer rechtlich geprüften Ferienhausagentur zu buchen. "Ansonsten sollte man eine gesunde Skepsis an den Tag legen", rät VDFA-Präsidentin Christina Olboeter-Zorn.