Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Ferienhaus gebucht und als Sie endlich nach langer Autofahrt an der angegebenen Adresse ankommen, gibt es gar kein Haus. Sie sind Opfer eines Betrugs geworden. Wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie hier.
Falsche Angaben über die Entfernung zum Strand oder über die Größe der Terrasse - das ist ärgerlich. Enttäuschte Urlauber können wegen solcher Mängel Preisminderungen verlangen. Ganz anders die Fälle, über die unsere Reporter Oliver Koytek und Jochen Schulze berichten: Da haben deutsche Familien im Internet Ferienhäuser gebucht und angezahlt, die es - wie sich vor Ort herausstellte - gar nicht gibt. Damit Ihnen diese Erfahrung erspart bleibt, sollten Sie gerade bei Online-Buchungen vorsichtig sein.
Allein im Jahr 2008 seien Urlauber durch betrügerische Online-Anbieter in Höhe von 30.000 Euro geschädigt worden, so der Verband Deutscher Ferienhaus Anbieter (VDFA). Die Seiten der Betrüger sind meist aufwändig gestaltet, wirken seriös. Die Fotos sind gestohlen, die Texte erfunden. Kaum hat der Kunde die Anzahlung geleistet, sind die angeblichen Vermieter der Ferienhäuser nicht mehr erreichbar.
Bei Online-Buchung sollte man zunächst die Seriösität der Internet-Präsenz überprüfen. Eine seriöse Internetseite weist im Impressum alle wesentlichen Informationen aus. Neben der vollständigen Anschrift mit Festnetz-Telefonnummer sollte dort auch die Steuernummer oder die Umsatzsteueridentifikationsnummer zu finden sein.
Wichtig ist zudem, dass die Bezahlung über ein ssl-verschlüsstes System abgewickelt wird. Sehr zu empfehlen ist eine Recherche in Internet-Foren. Haben schon andere Urlauber diesen Anbieter genutzt? Wie waren deren Bewertungen?
Werden all diese Bedingungen erfüllt, haben Sie zwar noch keine Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Betrugs zu werden ist vergleichsweise gering.