Es war ein schwieriges Update, aber Philipp hat es geschafft. Für Steffen Seibert machte er sich auf die Suche nach Bernard, der einst ein Leben im New Yorker U-Bahn-Schacht führte. Heute führt Bernard - fast - ein gutbürgerliches Leben.
So etwas wie ein Hausmeister ist Bernard jetzt, als Freelancer. Er mag es nicht, von anderen stark abhängig zu sein. Doch er braucht Geld. New York ist teuer, auch für ihn, seit er nicht mehr im Tunnel lebt.
"Es war die beste Zeit in meinem Leben", sagt Bernard, wenn ich ihn nach dem Tunnel frage, "es war eine Herausforderung und ich habe sie bestanden". Wie er davon erzählt, klingt es nach frei gewählter Selbsterfahrung. Was es auch war: Auslöser war die Trennung von seiner Frau.
Mit New York scheint ihn eine Hassliebe zu verbinden. "Es gibt keine bessere Stadt als New York", sagt er, liebt das Wilde, die Vielfalt. Und doch hat er langsam genug vom harten Leben. "Ein bisschen Ruhe wäre schön", sagt Bernard. Und: "Sterben will ich nicht in New York. Dafür habe ich es nicht überlebt!"
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